Die Gambling Regulatory Authority of Ireland (GRAI) hat am 1. Juli 2026 mit der Ausgabe von Fernwettenlizenzen begonnen. Diese regulatorische Änderung verpflichtet alle Online- und Telefonwettenanbieter, eine offizielle Genehmigung zu erlangen, um ihren Betrieb fortzusetzen.
Gemäß dem Gambling Regulation Act 2024 müssen lizenzierte Unternehmen bestimmte Compliance-Pflichten erfüllen. Anbieter sind verpflichtet, das Alter der Nutzer zu überprüfen, um Minderjährigen das Glücksspiel zu untersagen, und die Auszahlung von Gewinnen zu gewährleisten. Die Vorschriften verbieten zudem die Gewährung von Krediten und die Annahme von Kreditkartenzahlungen und schreiben die Schließung von Konten auf Kundenanforderung vor.
Phasenweise Einführung und zukünftige Lizenzierung
Die Lizenzvergabe erfolgt nach einem geplanten Zeitplan. Lizenzen für Wetten vor Ort sollen später im Jahr 2026 verteilt werden, während Anträge für die Bereiche Gaming, Lotterie, B2B und gemeinnützige Organisationen im Laufe der Jahre 2027 und 2028 eingereicht werden können. Justizminister Jim O'Callaghan erklärte, dass das neue System den Ruf des irischen Marktes stärkt und einheitliche Compliance-Standards sicherstellt.
GRAI-CEO Anne Marie Caulfield wies darauf hin, dass Fernwetten den größten Teil des irischen Marktes ausmachen. Sie betonte, dass nicht lizenzierte Anbieter erhebliche Risiken für Verbraucher darstellen und strafrechtlichen Sanktionen unterliegen. Die Behörde hat damit begonnen, Unternehmen zu identifizieren, die ohne die erforderliche Wettenlizenz tätig sind.