Finnland erhält 50 iGaming-Lizenzanträge vor dem Start 2027

Die Nationale Polizeibehörde Finnlands hat 50 B2C-Lizenzanträge für den regulierten iGaming-Markt des Landes registriert. Das Lizenzierungsverfahren wurde am 1. März 2026 eröffnet, wobei das neue System ab dem 1. Juli 2027 seinen Betrieb aufnehmen soll.

Antragsverfahren und Marktstruktur

Jeder Antrag erfordert eine Bearbeitungsgebühr von 28.979 Euro. Die Aufsichtsbehörde schätzt, dass die Prüfung jedes Aktes etwa sechs Monate in Anspruch nimmt. Juha Katainen, Senior Adviser bei der Nationalen Polizeibehörde, erklärte, dass die Bewertung auf Registerauszügen, Bescheinigungen und Finanzberichten beruht. „Die Komplexität der Bearbeitung und Bewertung der Anträge wird dadurch beeinflusst, dass die Mehrheit der Antragsteller aus dem Ausland stammt“, so Katainen.

Das neue Glücksspielgesetz führt ein Lizenzsystem ein, das auf Aufsicht, verantwortungsvolles Spielen und die Integration von Offshore-Anbietern ausgerichtet ist. Lizenzierte Unternehmen zahlen eine Steuer von 22 Prozent auf den Bruttospielertrag. Der regulierte Markt wird parallel zum staatlichen Anbieter Veikkaus operieren, der zuvor ein Monopol innehatte.

Branchenprognosen von Finnplay gehen davon aus, dass der finnische Markt im ersten vollen Jahr einen Bruttospielertrag von 1,37 Milliarden US-Dollar generieren wird, der bis 2029 auf 1,7 Milliarden US-Dollar ansteigen soll.

Finnland schließt sich damit Schweden und Dänemark an, die ein lizenziertes iGaming-System eingeführt haben. Die 5,6 Millionen Einwohner Finnlands pflegen etablierte Wetrgewohnheiten, die sich um Fußball, Eishockey und Formel-1-Rennen drehen.

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